Ein Wochenende mit Nachhall – jetzt wartet das Derby!


 

Manche Wochenenden fühlen sich an wie Prüfungen. Nicht, weil sie groß angekündigt werden, sondern weil sie alles fordern: Beine, Kopf, Haltung. Zwei Spiele in nicht einmal 24 Stunden, das ist kein Normalzustand. Das ist ein Stresstest. Und genau so ein Wochenende lag vor uns. Der Freitagabend führte uns nach Pfullendorf. Ein Auswärtsspiel, das früh zeigte, wohin dieser Abend gehen würde. Wir kamen wach aus der Kabine, klar in unseren Aktionen, bereit, Verantwortung zu übernehmen. Der Ball lief ruhig durch unsere Reihen, die Abwehr stand kompakt, und schon in den ersten Minuten wurde deutlich: Wir wollten diesen Abend an uns reißen. Nicht mit Hektik, nicht mit wildem Tempo, sondern mit Kontrolle.

Tor um Tor setzten wir uns ab. Jeder Angriff hatte Struktur, jede Aktion einen Plan. Es war kein Spiel, das von einzelnen Momenten lebte, sondern von einem kollektiven Auftreten. Wir arbeiteten weiter, auch als das Ergebnis längst in unsere Richtung zeigte. Bis zur Pause war der Weg vorgezeichnet und auch nach dem Seitenwechsel blieb unser Spiel konzentriert und geschlossen. Der Sieg am Ende fühlte sich nicht wie ein Kampf an, sondern wie das Resultat von Klarheit und Disziplin.

Und mittendrin: Matteo. Seine ersten Minuten im Trikot des HSC. Kein großes Aufheben, kein künstlicher Moment. Einfach rein, mitgehen, Teil dieser Mannschaft sein. Zwei Spiele an einem Wochenende und für ihn gleich der Einstieg in genau das, was diese Mannschaft ausmacht: Verantwortung, Vertrauen, Miteinander.

Doch kaum war dieser Abend verklungen, wartete schon der Nächste. Aixheim. Ein anderes Licht. Eine andere Halle. Ein anderes Spiel. Hier ging nichts leicht. Kein freies Atmen, kein ruhiger Rhythmus. Aixheim spielte mutig, körperlich, mit Tempo. Sie stellten uns immer wieder vor neue Aufgaben, zogen uns in enge Situationen, in Zweikämpfe, in Momente, in denen man Haltung zeigen muss. Jeder Ball war umkämpft, jede Führung nur geliehen. Es wurde ein Spiel, das nicht fließen wollte, sondern eines, das man sich holen musste. Wir hielten dagegen. Erarbeiteten uns Führungen. Kämpften uns immer wieder zurück. Doch immer wieder standen wir uns selbst im Weg. Kleine Fehler, verpasste Chancen und das genau in den Momenten, in denen ein Spiel kippen kann. Genau dort, wo ein einziges Tor den Unterschied gemacht hätte, fehlte uns manchmal die letzte Konsequenz.

Als am Ende ein Unentschieden auf der Anzeigetafel stand, fühlte es sich an wie ein verlorener Punkt. Nicht, weil wir unterlegen waren. Sondern weil wir so nah dran waren, diesen Abend ganz auf unsere Seite zu ziehen. Ein einziger Moment hätte gereicht. Ein Wurf, ein Ballgewinn, ein gehaltener Ball zur richtigen Zeit, eine saubere Entscheidung.

Und trotzdem bleibt, was dieses Wochenende wirklich erzählt: Drei Punkte aus zwei Spielen binnen 24 Stunden. Nach einem intensiven Freitagabend. In einer Halle, die uns alles abverlangt hat. Das ist kein Zufall. Das ist Substanz. Das ist Tiefe. Das ist eine Mannschaft, die nicht nur dann funktioniert, wenn alles leicht ist, sondern auch dann, wenn es schwer wird.

Unser Dank gilt dabei beiden Gegnern – Pfullendorf wie Aixheim – für zwei faire und intensive Spiele. Und er gilt ebenso unseren unermüdlichen Fans, die uns an beiden Abenden begleitet, getragen und unterstützt haben. Gerade an solchen Wochenenden spürt man, wie viel Rückhalt hinter dieser Mannschaft steht.

Und nun richtet sich der Blick nach vorne. Auf das nächste Kapitel dieses Winters. Am Sonntag empfangen wir um 18:00 Uhr die zweite Mannschaft des TuS Steißlingen in der Mettnauhalle. Ein Derby, das keiner großen Ankündigung bedarf. Das Hinspiel war eng, intensiv und wurde erst in den letzten Minuten entschieden. Zwei Mannschaften, die sich nichts schenken. Ein Spiel, in dem Kleinigkeiten den Ausschlag geben. Wir wissen, was uns erwartet: ein Gegner, der kämpft, ein Spiel ohne viel Raum, viele enge Situationen. Genau diese Art von Partie, in der Konzentration, Geduld und Zusammenhalt den Unterschied machen. Und genau dafür brauchen wir euch. Kommt zahlreich in die Halle, steht hinter uns, gebt uns den Rückenwind. Solche Spiele gewinnt man nicht allein, sie entstehen gemeinsam.

Eure Herren I